Obwohl es sich um einen Trend handelt, der erstmals Anfang bis Mitte der 2000er Jahre zu beobachten war, hat das Mikromarkenkonzept für Unternehmen in den letzten sieben Jahren eine völlig neue Dimension erreicht. Wandel ist die neue Konstante im Einzelhandel. Es ist mittlerweile klar, dass es für eine stabile Marktpositionierung entscheidend ist, sich an die neuesten Trends anzupassen, die alle digital ausgerichtet zu sein scheinen.
Es ist wichtig zu verstehen, woraus eine Mikromarke besteht. Forbes beschreibt das Mikromarkenkonzept folgendermaßen: „Mikromarken (auch bekannt als Digital-First-Marken, Direct-to-Consumer-Marken, digital native vertikale Marken, V-Commerce-Marken, Challenger-Marken usw.) zeichnen sich durch eine Kombination aus Kundenorientierung, Einfachheit und Komfort aus und bieten internetaffinen Verbrauchern mit extrem hohen Erwartungen das perfekte Kauferlebnis.“
In Anpassung an das sich ständig ändernde Verbraucherverhalten haben sich die Erwartungen der Verbraucher in den letzten sieben Jahren im Vergleich zu den vorherigen dreizehn Jahren stark verändert. Sie orientieren sich jetzt nicht mehr an den etablierten Normen von Gleichwertigkeit, Vertrautheit und Größe, sondern setzen stattdessen definitiv auf Innovation, Geschwindigkeit, Authentizität, Personalisierung und Kundenerfahrung, die mit den Benchmarks der Mikromarkenwerte im Einklang stehen.
Trotz aller Vorteile dieser Markentypologie kann es manchmal eine Herausforderung sein, mit den sich wandelnden Anforderungen und Erwartungen der Verbraucher Schritt zu halten. Dank moderner Backend-Lösungen wie Shopify und Magento, zwei Partnern von Yotpo, sind Markteintrittsbarrieren für Microbrands nahezu null, während das Angebot über Google leicht zugänglich ist. Social-Media-Kanäle und zielgerichtetes Marketing dominieren die Kommunikation, Transparenz und Just-in-Time-Produktion sind die Schlüssel zum Erfolg, der durch Produktqualität und engagierten Kundenservice erreicht werden kann.
Nun fragen wir Sie: Ist Ihnen bisher aufgefallen, dass große Marken erwähnt wurden?! Nein, nein, denn es ist nicht mehr wichtig, eine große Marke zu sein. Auch die großen Marken passen sich der Mentalität an. Wir müssen sagen, dass diese Entwicklung auch ihre Vorteile hat. Angesichts der hohen Anzahl stündlich entstehender Mikromarken wird der Wettbewerb aggressiver, was die Notwendigkeit erhöht, sich mit dem Angebot abzuheben, und es darf keine Schlamperei im Service geben.
Wie bereits erwähnt, ist das Mikromarkenkonzept nicht neu und hat im Laufe der Jahre sowohl in Bezug auf die Geschäftsspezifikationen als auch auf die Bezeichnungen, unter denen es bekannt ist, einige Verbesserungen erfahren. Diese neuen Konzepte gelten für verschiedene Branchen, insbesondere für die Modebranche und den Einzelhandel im Allgemeinen. Die Uhrenindustrie beherrscht diese Geschäftstypologie, da in kurzer Zeit neue Marken den Verbrauchern vorgestellt werden.
In Frankreich haben sich Marken wie Maison Kitsuné, Maison Labiche, Arpenteur und Hartford im Bekleidungsbereich etabliert. Auch im Schuhbereich gibt es zahlreiche Marken, doch JM Weston darf hier nicht fehlen. Für verschiedene Accessoires und Taschen haben wir uns besonders für Bleu de Chauffe entschieden. Für den direkten Kundenkontakt bei Anzügen bieten sich Mikromarken wie Husbands und De Bonne Facture an. Branchenübergreifend haben diese Marken eines gemeinsam: den direkten Kundenkontakt, den anspruchsvollen digitalen Shop und den optimierten Service durch die digitale Benutzererfahrung.
Direktvertriebsmodelle und ein sich ständig erweiterndes digitales Universum haben die Schaffung kleiner, aber erfolgreicher Mikrouhrenmarken wie Baltic, Farer, Maen und Mouvex ermöglicht.
Derzeit ist es ziemlich klar, dass sich eine Situation entwickelt, die einem „Angriff der Mikromarken“ gleichkommt. Doch was bedeutet das für die Zukunft dieser Marken? Werden die Mikromarken von heute die bekannten Namen von morgen sein und die großen Marken in den Schatten stellen, wenn sie ihre Geschäftspraktiken nicht grundlegend ändern? Oder werden selbst die selbstbewusstesten Mikromarken die überwältigende Massenproduktion der größeren Player fürchten?
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